Konzentrationslager, KZ, Sachsenhausen, Berlin, Oranienburg. Gedenkstätte Sachsenhausen, Sachsenhausen Memorial

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenhausen

Das Konzentrationslager Sachsenhausen, nahe Berlin, wurde 1936 errichtet und hatte eine besondere Rolle im KZ-System. Über 200.000 Häftlinge wurden hierher deportiert, viele ermordet. Heute ist die Gedenkstätte Sachsenhausen ein Ort des Gedenkens und Lernens, mit einem modernen Museum, das die Geschichte erlebbar macht.

Konzentrationslager Sachsenhausen: Beginn einer dunklen Ära in der deutschen Geschichte

Der Bau des Konzentrationslagers Sachsenhausen im Sommer 1936 markierte den Beginn einer dunklen Ära in der deutschen Geschichte. Errichtet von Häftlingen aus den Emslandlagern, dokumentierte ein später entdecktes Fotoalbum des Kommandanten Karl Otto Koch detailliert die Aufbauphase. Die Architektur des Lagers, von SS-Architekten als das „ideale“ Konzentrationslager konzipiert, sollte das Weltbild der SS widerspiegeln und die Häftlinge der absoluten Macht des Regimes unterwerfen. Das Lager war symmetrisch um den Turm A gruppiert, der den Sitz der SS-Lagerleitung beherbergte, und umfasste neben dem Häftlingslager auch ein SS-Truppenlager sowie Wohnsiedlungen für höhere SS-Dienstgrade und deren Familien.

Im KZ Sachsenhausen wurden im Laufe der Jahre mehr als 200.000 Menschen aus rund 40 Nationen inhaftiert. Die Häftlinge setzten sich aus politischen Gegnern des NS-Regimes sowie aus Menschen zusammen, die die Nationalsozialisten als rassisch oder sozial minderwertig betrachteten. Tausende starben an Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen, während andere Opfer systematischer Vernichtungsaktionen wurden. Besonders grausam ermordeten die Nazis mindestens 12.000 sowjetische Kriegsgefangene im Herbst 1941 und führten medizinische Experimente an Häftlingen durch.

Das Lager lösten die Nationalsozialisten im April 1945 auf, als die Rote Armee nur noch wenige Kilometer entfernt war. In den darauffolgenden Monaten organisierten die Nazis Todesmärsche, bei denen Tausende von Häftlingen starben oder von der SS erschossen wurden. Nach der Befreiung durch alliierte Truppen brachten diese die überlebenden Häftlinge in Kasernen. Die Nachkriegszeit war geprägt von Gedenkveranstaltungen und der Untersuchung der begangenen Verbrechen durch sowjetische Gerichtsmediziner. Heute erinnert die Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen an die dunkle Vergangenheit des Lagers und dient als Ort des Gedenkens und der Aufklärung über die Gräueltaten des Nationalsozialismus.

Gedenkstätte Sachsenhausen im KZ Sachsenhausen

Seit den 1960er Jahren befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen KZs die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen. Sie dient als Ort des Gedenkens und Lernens. Die Gedenkstätte folgt einem dezentralen Konzept, das es den Besuchern ermöglicht, die Geschichte an authentischen Orten zu erleben. Besonders betont wird die Erinnerung an die Opfer sowie die Vermittlung der Grausamkeiten des Holocausts. Ziel ist es, die Lehren daraus zu ziehen und sicherzustellen, dass sich solche Ereignisse nie wiederholen.

Adresse

Str. d. Nationen 22, 16515 Oranienburg

Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag, 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenhausen Tickets: Touren & Führungen

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