Gendarmenmarkt in Berlin

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Gendarmenmarkt in Berlin

Der rund 3,3 Hektar große Gendarmenmarkt in Berlin ist ein Platz im Berliner Ortsteil Mitte. Der Name stammt von dem ursprünglich dort angesiedelten Kürassierregiment Gens d’armes. Er wurde im Jahr 1688 im Zuge der Stadterweiterung angelegt und erhielt zwischen 1780 und 1830 sein heutiges Aussehen. Er gilt als der schönste Platz Berlins und gehört zu den besten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Gendarmenmarkt in Berlin | einer der schönste Platz Berlins und Europas

Der Gendarmenmarkt gehört zu den schönsten Plätzen Berlins – wenn er es nicht sogar ist. Im Laufe der Geschichte hatte er mehrere Namen – Lindenmarkt, Friedrichstädtischer Markt und Neuer Markt bis hin zum heutigen Namen Gendarmenmarkt. Heute vereint er neben der architektonischen Schönheit auch mehrere Sehenswürdigkeiten und ist jedes Jahr Schauplatz einer der schönsten Weihnachtsmärkte Berlins.

 

Geschichte & Entstehung

Ende des 17. Jahrhunderts entstand nach den Plänen von Johann Arnold Nering der Gendarmenmarkt. Er war Teil der Friedrichstadt. Es war die Zeit der Ansiedlung von französische Einwanderer, hauptsächlich französische Protestanten (Hugenotten) in dem Stadtviertel. Ausgangspunkt war ein Edikt von dem Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Er hatte mit dem Edikt von Potsdam im Jahr 1685 ihnen den Schutz ihrer religiösen Freiheit und volles Bürgerrecht zugesichert hatte.

König Friedrich I. ließ zwei Kirchenbauten am Platz errichten. Zum einen im Norden die Französische Friedrichstadtkirche für die französisch-reformierten Gemeinde und im Süden die Deutsche Kirche für die lutherischen Gemeinde. Die 1701 errichteten Kirchen waren noch ohne die später angebauten Türme. Erst Friedrich der Große (Friedrich II.) ließ nach Plänen von Carl von Gontard an beide Kirchen identische Kuppeltürme errichten um den Platz noch attraktiver und vor allem repräsentativer zu machen. Damit erhielt der Platz die heutige Gestalt. Der Platz wird umrandet von Wohnhäuser hoher Beamter des Königs, staatliche Behörden und bedeutende Hotels, darunter auch das Hotel de Brandebourg.

Sehenswürdigkeiten & Highlights am Gendarmenmarkt in Berlin

Auf dem Gendarmenmarkt finden Sie Französische Friedrichstadtkirche mit dem Französischen Dom, die Deutsche Kirche mit dem Deutschen Dom und das Konzerthaus.

Französische Friedrichstadtkirche und Französischer Dom

Die Französische Friedrichstadtkirche wurde Anfang des 18. Jahrhunderts (um 1705) von der Berliner Hugenottengemeinde errichtet. Die relativ schlichte Kirche wurden von später von einem eindrucksvollen Turmbau ergänzt. Der Turmbau des Französische Doms wurde in den Jahren 1780–1785 von Carl von Gontard im Stil des Barock neben die Kirche erbaut. Er ist 70 Meter hoch und befindet sich rechts vom Konzerthaus aus Sicht des Gendarmenmarkt. Der Name Dom stammt allein vom Bauwerk ab. Es handelt sich nicht um einen Dom im klassischen Sinne.

Deutsche Kirche / Deutscher Dom

Dies gilt auch für die Deutsche Kirche und den Deutschen Dom. Dieser ist ebenfalls 70 Meter hoch und steht – wenn Sie Ihren Blick frontal auf den Gendarmenmarkt richten – links vom Konzerthaus.

Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt entstand nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel in den Jahren 1817 bis 1821.  Es steht auf den Grundmauern des abgebrannten Nationaltheaters und bildet heute den Mittelpunkt des dreiteiligen Ensembles auf dem Gendarmenmarkt. Vorher standen drei Veranstaltungshäuser bereits auf dem Platz – das Französische Komödienhaus (1776 bis 1800), das Nationaltheater (1802 bis 1817, durch einen Brand zerstört) und das Schauspielhaus (1821 bis 1945, im Zweiten Weltkrieg zerstört). 1979 erfolgte der Wiederaufbau unter dem Namen Konzerthaus.

Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt

Jedes Jahr findet am Gendarmenmarkt ein Weihnachtsmarkt statt. Er gilt als einer der schönsten von Berlin.

Touren zum Gendarmenmarkt

Erleben Sie Berlin bei einem entspannten Stadtspaziergang und besuchen Sie den Gendarmenmarkt und anderen Berlin Sehenswürdigkeiten mit einer geführten Tour. Oder nutzen Sie eines der Hop-On/Hop-Off-Sightseeingbus um einen Zwischenstop am Gendarmenmarkt einzulegen.