Holocaust-Mahnmal, Berlin

Holocaust-Mahnmal

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin erinnert an 6 Millionen jüdische Opfer. Mit 2711 Beton-Stelen und einem Ort der Information zieht es seit 2005 über 3,5 Millionen Besucher an. Als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Berlins sollte das Mahnmal bei einem Stadtbesuch unbedingt besucht werden.

Holocaust-Mahnmal | Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, auch bekannt als Holocaust-Mahnmal, befindet sich im Herzen Berlins und ist eine zentrale Gedenkstätte für die bis zu sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust. Entworfen von Peter Eisenman, besteht es aus 2711 Beton-Stelen und dem Ort der Information. Seit seiner feierlichen Einweihung am 10. Mai 2005 ist der Zugang frei und es haben bereits über 3,5 Millionen Menschen das Denkmal besucht. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, gegründet im Jahr 2000, betreut sowohl das Mahnmal als auch weitere Gedenkstätten für Opfer des Nationalsozialismus.

Das Mahnmal erstreckt sich über eine Fläche von 19.000 m² im Westen des Bezirks Mitte Berlins, einst Teil der Ministergärten und später des „Todesstreifens“ der Berliner Mauer. Die historische Bedeutung des Ortes wird durch seine frühere Nutzung, darunter Joseph Goebbels‘ Stadtvilla und ein SS-Bunker, unterstrichen. Die Stiftung spielt eine entscheidende Rolle in der Pflege und Betreuung des Denkmals sowie anderer Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus.

Aufbau des Holocaust-Mahnmal

Das Denkmal besteht aus 2711 quaderförmigen Stelen, die auf einer gewellten Grundfläche in parallelen Reihen angeordnet sind. Mit verschiedenen Höhen zwischen ebenerdig und 4,7 Metern sowie einer speziellen Oberflächenbehandlung, um Graffiti leicht zu entfernen, erstreckt sich das Stelenfeld über eine Bodenfläche von rund 19.000 m². Die Wege zwischen den Stelen sind gleichmäßig 95 Zentimeter breit, jedoch nicht ausreichend Platz für nebeneinander gehende Besucher. Dreizehn der Wegeachsen sind für Gehbehinderte und Rollstühle zugänglich.

Ursprünglich geplant mit 4000 Stelen, wurde die Zahl später auf 2711 reduziert, ohne dass dies symbolische Bedeutung hat. Seit 2008 sind zunehmend Risse an den Stelen sichtbar. Die Konstruktion der Stelen variiert in Höhe und Neigung, wobei die schwerste Stele etwa 16 Tonnen wiegt. Das Projekt, das insgesamt 27,6 Millionen Euro gekostet hat und von Bundesmitteln finanziert wurde, bietet auf 800 m² Ausstellungsfläche eine beeindruckende Darstellung.

Ausstellung im Ort der Information unter dem Stelenfeld

Der unterirdische Ort der Information ergänzt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Mit einer Fläche von 930 m², vier Ausstellungsräumen (778 m²), zwei Vortragsräumen (106 m²) und einem Buchladen (46 m²) bietet er Besuchern Zugang zu Computerstationen mit rund vier Millionen Namen jüdischer Holocaustopfer. Die Ausstellung dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden sowie die historischen Stätten der Verbrechen und zieht jährlich fast eine halbe Million Gäste an.

Adresse

Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin

Öffnungszeiten Ausstellung im Ort der Information

Di-So 10-18 Uhr
Letzter Einlass 45 Minuten vor Schließung

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